Angewandte Photokatalyse

Der Fachverband angewandte Photokatalyse repräsentiert mit seinen Mitgliedern sowohl die Hersteller von Photokatalysatoren als auch die Anwender aus der Baustoff- und Coatingsindustrie (Mitgliederliste). Durch den Forschungsausschuss des Verbandes wird ein reger Austausch mit der Wissenschaft gewährleistet.

Der Verband ist für die Mitglieder eine Plattform zum Informationsaustausch, Meinungsbildung und zur Diskussion von technischen und umweltrelevanten Themen. Zur Optimierung der Information von Verbrauchern und öffentlichen Entscheidern werden Positionspapiere und Informationsblätter zu produkttechnischen, regulativen und ökonomischen Aspekten erstellt.

Abb.: Anwendungsbereiche der Photokatalyse

Titandioxid ist eine chemisch nahezu inerte, hoch temperaturbeständige und absolut ungiftige Substanz, die in vielen alltäglichen Produkten, z.B. in Lebensmitteln, Kosmetika, Sonnencremes, Zahnpasta und Lacken (UV-Schutz), eingesetzt wird.

Da TiO2 mit allen gängigen Bindemitteln verträglich ist, wurde es bereits ab 1920 in der Farbenindustrie als Weißpigment („Titanweiß“) eingesetzt. Bis 1938 wurde TiO2 dabei ausschließlich in seiner Anatas-Form verwendet, später zunehmend auch in der Rutil-Modifikation. Jedoch kam es bei Anstrichfarben unter Lichteinwirkung bei beiden Modifikationen immer wieder zu Kreidungserscheinungen, verstärkt aber bei Anatas-Pigmenten. Der Kreidung liegt eine (oxidative) Zersetzung des Bindemittels zugrunde. Diese damals unerwünschten photokatalytischen Eigenschaften des Halbleiters Titandioxid, die eigentlich als Nachteil für die Verwendung in der Farbenindustrie betrachtet wurden, macht man sich heute zu Nutze um Schadstoffe abzubauen, Verschmutzungen zu reduzieren oder superhydrophile Oberflächen zu erzeugen. Die Photokatalysatorpartikel (meist Anatas-TiO2) werden durch Lichtenergie aktiviert. Unter Einwirkung von Sauerstoff (Luft) und Wasser (Luftfeuchtigkeit) können sie Schadstoffe wie Stickoxide, unangenehme Gerüche und Biofilme (Algen, Pilze, Bakterien) in unschädliche Verbindungen abbauen. Zusätzlich ändern sich durch die Bestrahlung mit UV-Licht die Eigenschaften der Oberfläche, der Kontaktwinkel wird verringert und es kann sich ein geschlossener Wasserfilm bilden, was man bei Anwendungen im Bereich „Selbstreinigung“ ausnutzt.

Die Mitglieder repräsentieren ein vielfältiges Spektrum von Produkten und Dienstleistungen aus dem Anwendungsbereich der Photokatalyse: "Produkt- und Dienstleistungsspektrum des FAP".

Hier finden Sie weitere Informationen zu Photokatalysatoren und Anwendungen der Photokatalyse im Bereich Photoaktive Baustoffe und Photoaktive Coatings.