Additivmasterbatches

Neben Farbmitteln zur Einfärbung von Polymeren spielen Additive, die bestimmte Eigenschaften der Polymere verbessern bzw. für ein besseres Handling der Kunststoffartikel sorgen, eine große Rolle. Ähnlich wie bei Farbmitteln gibt es bei den Additiven unterschiedliche Möglichkeiten der Zugabe in ein Polymer. In vielen Bereichen hat sich neben der Verwendung von ausgerüsteten Rohstoffen der Einsatz von Additivmasterbatches durchgesetzt.

Definitionen zu Additivmasterbatches

UV-/Thermo-Stabilisatoren-Masterbatches
UV- und Langzeit-Stabilisatoren schützen Folien, Formteile und Inhalte von Verpackungen (z.B. Kosmetika) vor Alterungserscheinungen aller Art.

Antistatika-Masterbatches
Antistatische Ausrüstung von Folien und Spritzgussteilen, auch in Kombination mit Entformungshilfen. Kombi-Batche mit Weiß, Grau oder Schwarz.

Nukleierungsmittel-Masterbatches
Durch den Einsatz von Nukleierungsmittel-Masterbatchen können Zykluszeiten reduziert und damit Kosten eingespart werden. Aufgrund der höheren Kristallinität und Rekristallisationstemperatur werden Eigenschaften wie Transparenz, Mechanik und Schwindung verbessert.

Treibmittel-Masterbatches
Chemische Treibmittel-Batche (endo- u. exotherme) zur Vermeidung von Einfallstellen und zum Herstellen von Strukturschaumstoffen im Spritzgussverfahren. Zur Extrusion von geschäumten Profilen, Folien und Bändchen.

Antislip-/Antiblock-Masterbatches
Antislip-Batche für rutschhemmende Schwergut-Sackfolien bzw. Mauerisolierfolien. Antiblock-Batche für klebfreie, “blocking”-arme Folienoberflächen und zur Vermeidung von Düsenablagerungen.

Gleitmittel-/Entformungs-Masterbatches
Innere Gleitmittel zur Verbesserung des Fließverhaltens der Polymerschmelze und damit Erhöhung des Durchsatzes. Äußere Gleitmittel zur Reduzierung der Oberflächenreibung und Optimierung der Entformung.

Verarbeitungshilfsmittel-Masterbatches
Der Einsatz von Masterbatchen mit funktionellen Füllstoffen, Processing aids, Säure-Akzeptoren, Trocknungsmitteln etc. optimiert die Verarbeitung, erleichtert die Entformung und verringert die Kühlzeit.

Flammschutzmittel – halogenhaltige FSM
Die bedeutendste Gruppe der Flammschutzmittel (FSM) stellen die halogenhaltigen Verbindungen dar. Diese organischen Chlor- oder Bromverbindungen setzen im Brandfall Halogenradikale frei, die höchst effizient in den Verbrennungsmechanismus eingreifen, indem sie die Radikalkettenreaktion durch Neutralisation energiereicher, aggressiver Spezies zum Erliegen bringen.

Flammschutzmittel – phosphorhaltige FSM
Die phosphorhaltigen Flammschutzmittel kommen meist in hoch sauerstoffhaltigen Verbindungen zum Einsatz. Dort beeinflussen sie hauptsächlich die in der kondensierten Phase ablaufenden Reaktionen. Durch die Bildung von Polyphosphorsäure und die Verkohlung auf der Polymeroberfläche wird der Ausstoß brennbarer Verbrennungsprodukte vermindert und es wird eine Schutzschicht ausgebildet.

Antioxidantien
In nahezu allen thermoplastischen Kunststoffen werden durch Wärme, UV-Strahlung und weitere schädigende Einflüsse Abbaureaktionen in der Polymerkette verursacht. Diese können schlimmstenfalls zu einer Änderung der mechanischen Eigenschaften, sowie Vergilbung, Glanzverlust und etliche andere Auswirkungen auf die Gebrauchseigenschaften führen. Die primären Antioxidantien wirken dem entgegen, indem sie gleich nach der Schädigung der Polymerkette die freien Radikale deaktivieren. Die sekundären Antioxidantien reagieren hingegen erst zu einem späteren Zeitpunkt mit den gebildeten Hydroperoxiden.