Spezielle Kunststoffformulierungen können in der Medizin verwendet werden. Schrauben, die sich im Körper abbauen, verschonen Patienten vor einer zweiten OP.

Verträglich auf dem Kompost
und im Körper
Ebenfalls für Nachhaltigkeit stehen biologisch abbaubare Kunststoffe, versetzt mit geeigneten Farbpigmenten und Additiven. Etwa für die Kompostierung: Alle Zusatzstoffe müssen mindestens hinsichtlich ihrer Ökotoxizität unbedenklich sein. Sie dürfen die Abbaubarkeit durch Kompostmikroben nicht hemmen. Erste umweltfreundliche Masterbatches sind bereits auf dem Markt. Die Additiv- und Masterbatch-Industrie hat hier jedoch noch viele Entwicklungsaufgaben zu erfüllen.

Eine spezielle Anwendung sind bioabbaubare Kunststoffe für die Medizintechnik: etwa für Nahtmaterial und Schrauben, die sich im Körper zersetzen und daher nicht mehr entfernt werden müssen. Spezial-Kunststoffformulierungen eröffnen viele weitere medizinische Fortschritte, zum Beispiel durch Hautersatzmaterial für offene Wunden oder besonders langlebigen Polymer-Zahnersatz. „Medical Grade Plastics“ müssen strengen regulatorischen Anforderungen gerecht werden. Die Patientensicherheit steht im Vordergrund. Nicht nur die Materialien, auch die Produktionsprozesse müssen dafür in Zukunft immer „perfekter“ und vor allem gut dokumentiert werden, was mit einem hohen Datenerfassungs- und -verarbeitungsaufwand einhergeht.

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